Töngesgasse

Verballhornt von „Antonis Gass“, nach dem dortigen Antoniterkloster. Diese katholische Ordensgemeinschaft unterhielt seit 1441 auch in Höchst ein Kloster, das seinerseits am Standort des heutigen Kapuzinerklosters eine Dependance hatte.

Thurn-und-Taxis-Platz

Das Adelsgeschlecht von Thurn und Taxis erhielt im 16. Jahrhundert vom Kaiser quasi ein Postmonopol, das erst 1806 erlosch. Die private Thurn-und-Taxis-Post mit dem Hauptsitz in Frankfurt setzte die Tätigkeit fort, bis 1867 der preußische Staat den Verkauf an ihn erzwang und letztlich in die Deutsche Reichspost überführte. Das prächtige Thurn und Taxis-Palais stand an der Großen Eschenheimer Straße, wo heute das Palais Quartier entsteht

Thomasiusstraße

Christian Thomasius (1655-1728) war Jurist, Philosoph und Hochschullehrer. Er hielt als erster Vorlesungen in Deutsch statt Latein und forderte die Abschaffung aller Hexenprozesse.

Theobald-Christ-Straße

Benannt nach dem Kinderarzt Dr. med Johann Theobald Christ (1777–1841), Stifter des Dr. Christ’schen Kinderhospitals (heute Clementine Kinderhospital) in dieser Straße.

Taunustor

Diese drei Straßen befinden sich am früheren Standort des ersten Frankfurter Bahnhofs, des 1839 eröffneten Taunusbahnhofs, der Endstation der Taunus-Eisenbahn.

Stoltzestraße

Un es will mir net in de Kop enei, wie kann nur e Mensch net von Frankfort sei. So schrieb Friedrich Stoltze (1816–1891), ein Frankfurter Heimat- und Mundartdichter sowie Journalist.

Stockheimer Straße

Stockheim, Ortsteil von Glauburg im Wetteraukreis. Ausflüglern bekannt durch das „Stockheimer Lieschen“, der einspurigen Niddertalbahn von Bad Vilbel nach Stockheim.

Stiftstraße

Vor dem Eschenheimer Tor lag das von dem Arzt Dr. Johann Christian Senckenberg gegründete Stift, das ein Bürgerhospital, ein Pflegehaus für alte Leute und einen Botanischen Garten umfasste. Dieses wurde 1816 abgerissen und die Einrichtungen in andere Stadtteile verlagert.

Sternstraße

Mehrere Straßen treffen hier sternförmig aufeinander – daher der Name.

Stephanstraße

Heinrich von Stephan (1831–1897) war Generalpostdirektor des Deutschen Reichs und Organisator des deutschen Postwesens. Die ihm zu Ehren benannte Straße liegt unweit des Palais Thurn und Taxis, 1727 für den Reichserbgeneralpostmeister Fürst Anselm Franz von Thurn und Taxis entworfen.

Steinweg

Erstmals erwähnt wird der Steinweg 1341. Dieser Verbindungsweg in der Neustadt vor der Staufenmauer war eine der ersten gepflasterten Straßen im mittelalterlichen Frankfurt.

St.-George-Straße

Georg von St.-George, Abkömmling aus französischem Adel, erwarb das Frankfurter Bürgerrecht und heiratete 1809 Maria-Louise von Bethmann. Gründete 1845 eine nach ihm benannte Stiftung.

Spohrstraße (ungerade) 19 bis 63

Louis Spohr (1784–1859), Opern- und Musikdirektor in Frankfurt von 1817 bis 1819, überwarf sich mit der Theaterverwaltung und wechselte als Hofkapellmeister nach Kassel.

Spohrstraße (ungerade) 1 bis 17

Louis Spohr (1784–1859), Opern- und Musikdirektor in Frankfurt von 1817 bis 1819, überwarf sich mit der Theaterverwaltung und wechselte als Hofkapellmeister nach Kassel.