Golub-Lebedenko-Platz

Gedenkplatz gegenüber den ehemaligen Adlerwerken, im Kreuzungsbereich Kleyerstraße/Lahnstraße/Kriegkstraße. Am 14. März 1945, wenige Tage vor Kriegsende, flohen der 19-jährige Adam Golub und der 21-jährige Georgij Lebedenko aus dem KZ-Außenlager „Katzbach“ in den Adlerwerken. Sie versuchten, sich im Gallus zu verstecken. Die SS-Wachmannschaften begannen sofort mit der Suche, an der sich die halbe Nachbarschaft beteiligte. Beide wurden von der SS auf offener Straße vor den Häusern an der Ecke Lahnstraße/Kriegkstraße erschossen. Dieser Platz wurde 1998 im Gedenken an diese beiden Flüchtlinge so benannt.

Georg-Heck-Weg

Georg Heck (1897–1982), Kunstmaler und Impressionist aus Nied, war ein Meisterschüler von Max Beckmann. Zur Zeit des Nationalsozialismus als „entarteter Künstler“ verfemt, seine Werke wurden teilweise öffentlich verbrannt, sein Wandfresco im I.G.-Farben-Haus, heute Universität, überpinselt.

Galluswarte

Beim Bau des Frankfurter Hauptbahnhofs auf dem früheren Galgenfeld – dort stand einstmals der Frankfurter Galgen – wurde aus der Mischung zwischen dem mundartlichen Galje und St. Gallus 1852 die neue Bezeichnung Gallusanlage.Schon kurz nach der Machtergreifung wurde diese Prachtstraße dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) gewidmet.

Fritz-Klatte-Straße (ungerade)

Fritz Klatte (1880–1934), Chemiker bei den Chemischen Werken Griesheim, auf ihn geht die Erfindung des Kunststoffs PVC zurück.

Fritz-Klatte-Straße (gerade)

Fritz Klatte (1880–1934), Chemiker bei den Chemischen Werken Griesheim, auf ihn geht die Erfindung des Kunststoffs PVC zurück.

Franz-Simon-Straße

Franz Simon, Bürgermeister von 1891 bis 1917 im damals noch selbstständigen Nied. Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Nied.

Foockenstraße

Georg Foocken (1883–1926), Kommunalpolitiker in der damals noch selbstständigen Gemeinde Griesheim, später Bürgermeister von Bischofsheim, förderte die Errichtung der Lindenwaldsiedlung.Das Hultschiner Ländchen war nach 1919 der Tschechoslowakei zugeschlagen worden.

Ferdinand-Scholling-Ring

Ferdinand Scholling (1867–1952) war der letzte Bürgermeister der bis 1928 eigenständigen Gemeinde Nied.

Faulbrunnenweg

Faulbrunnen, ein Brunnen mit schwefelhaltigem Wasser.