Frankfurter Straßen

Paul-Apel-Straße

Paul Apel (1896–1965), gebürtig in Nordhausen/Thüringen, SPD-Widerstandskämpfer, 1937 zu acht Jahren Haft verurteilt und 1944 ins KZ Dachau verbracht, das er knapp überlebte. Nach dem Krieg beim Wiederaufbau der SPD in Frankfurt maßgeblich beteiligt.

Paul-Arnsberg-Platz

Dr. Paul Arnsberg (1899–1978), Schriftsteller, Historiker und Journalist jüdischen Glaubens, geboren und gestorben in Frankfurt, veröffentlichte u.a. die Bücher „Die jüdischen Gemeinden in Hessen“ und „Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution“.

Paul-Bode-Straße

Paul Bode war von 1901 bis 1917 Direktor der früheren Klinger-Oberrealschule.

Paul-Ehrlich-Straße

Geheimrat Prof. Dr. Paul Ehrlich (1854–1915), deutscher Chemiker, Mediziner, Serologe und Immunitätsforscher. Er gilt mit seinen Forschungen als Vater der modernen Chemotherapie. 1908 Nobelpreis für Medizin. Entwickelte u.a. das Arsphenamin gegen die bis dahin unheilbare Syphilis. 1914 wurde Ehrlich Ordinarius an der neuen Frankfurter Universität.

Paul-Gerhardt-Ring

Paul Gerhardt (1607–1676) ist einer der bedeutendsten Dichter von noch heute viel gesungenen Kirchen- und Volksliedern im deutschen Sprachraum. z.B. Nun ruhen alle Wälder und O Haupt voll Blut und Wunden.

Paul-Heyse-Straße

Paul Heyse (1830–1914), Schriftsteller, wurde 1910 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Paul-Hindemith-Anlage

Paul Hindemith (1895–1963), in Hanau geborener Bratschist und bedeutender Komponist der Moderne (Neue Musik). Im Dritten Reich als entartet verfemt, ging daher ins Exil nach USA, wo er eine Professur annahm. Sein bekanntestes Werk ist „Mathis der Maler“.

Paul-Kirchhof-Platz

Paul Kirchhof (1902–1953), Direktor der Frankfurter Straßenbahn und Vorsitzender der SPD-Stadtverordneten-Fraktion.

Paul-Kornfeld-Weg

Paul Kornfeld (1889–1942), jüdischer Schriftsteller und Dramaturg, geboren in Prag, von 1914 bis 1925 in Frankfurt tätig, danach Dramaturg unter Max Reinhardt, wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und im Ghetto Litzmannstadt (Łódź) ermordet.

Paul-Schwerin-Straße

Dr. med. Paul Schwerin (1863–1925), ab 1892 Fabrikarzt bei Farbwerke Hoechst und gleichzeitig Leiter des Höchster Städtischen Krankenhauses.

Paul-Tillich-Straße

Paul Tillich (1886–1965), Professor der evangelischen Theologie und Philosoph, emigrierte 1933 nach USA.

Paul-Wempe-Allee

Paul Wempe, um 1925 Stadtbaurat in der damals noch selbständigen Stadt Höchst.

Paulistraße

Dr. Philipp Victor Pauli (1836–1920), gebürtig in Oggersheim, ab 1881 Chemiker bei den Farbwerken Hoechst, von 1883 bis 1899 dort Vorstandsmitglied. Studium in Gießen und Heidelberg.

Paulsplatz

Nach der Paulskirche, in der 1848 die Frankfurter Nationalversammlung tagte.

Pestalozziplatz

Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer. Pestalozzi ist allgemein bekannt als Erzieher und Schulreformer, war aber auch Philosoph und Politiker.

Pestalozzistraße

Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer. Pestalozzi ist allgemein bekannt als Erzieher und Schulreformer, war aber auch Philosoph und Politiker.

Peter-Behrens-Straße

Peter Behrens (1868–1940), deutscher Architekt vor und nach dem Ersten Weltkrieg, Begründer der ‚modernen‘ sachlichen Industriearchitektur und des modernen Industrie-Designs. Er ist insbesondere bekannt als Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und gilt als Erfinder des Corporate Design. Schuf u.a. das Verwaltungsgebäude der Farbwerke Hoechst, war aber ursprünglich auch Maler in der Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe. Im Osthafen hat er 1910 das Gaswerk Ost geplant; die Peter-Behrens-Straße verläuft dahinter.

Peter-Bied-Straße (gerade)

Peter A. Bied, von 1880 bis 1887 der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der seinerzeit noch selbständigen Stadt Höchst, bis 1928 Gartenstraße.