Frankfurter Straßen

Am Lachgraben

Ein Lachgraben war ein Sumpfgraben („lache“, im Mittelhochdeutschen für Morast).

Am Leinritt

Vor dem Zeitalter der Dampfer wurden Flussschiffe an Leinen stromaufwärts gezogen. Die von den Pferdegespannen benutzten Uferwege wurden Lein- oder Treidelpfade genannt.

Am Leisrain

Flurnamen. Das Wort leis hat hier die Bedeutung von klein oder gering (z.B. leiser Verdacht)

Am Leonhardsbrunn

Nach einer Quelle auf einem Acker, der dem Leonhardsstift gehörte. Heute liegt er im Palmengarten und speist den großen Weiher.

Am Leonhardstor

Nach einem Tor, das sich früher hier in der Stadtmauer befand.

Am Lindenbaum

Die vermutlich zum Ende des Dreißigjährigen Krieges gepflanzte Steinlinde ist das Wahrzeichen von Eschersheim.

Am Lohrberg

Lohr steht als Flurbezeichnung und stammt der Wortbedeutung nach von „leer“, „kahl“. Der Lohrberg war früher unbewaldet und wurde landschaftlich genutzt, erst durch großflächigen Weinbau, später überwiegend durch Obstanbau. Nördlich der Hintergasse und östlich der Straße Am Lohrberg befand sich früher ein Braunkohle-Bergwerk der Taunus-Gewerkschaft, wie eine Karte von 1867 ausweist.

Am Lohwald

Loh ist gleichbedeutend mit Hain und Gebüsch. Der Lohwald war Teil des alten Ginnheimer Wäldchens und wurde bereits 1282 als „Huserholze“ in einer Urkunde genannt.

Am Luftbrückendenkmal

1948 unterband die Sowjetunion die Versorgung Westberlins auf dem Landweg über das Territorium der Sowjetisch besetzten Zone (SBZ), später DDR. Die USA starteten darauf eine fast einjährige Hilfsaktion mit Lebensmitteln und Energie per Flugzeug, die sogenannten „Rosinenbomber“. Diese starteten hauptsächlich von Frankfurt aus. Nebenstehendes Denkmal erinnert daran